3 nights in bangkok

by

dazed kopfweh und augenbluten

One night in Bangkok and the world’s your oyster
The bars are temples but the pearls ain’t free
You’ll find a god in every golden cloister
A little flesh, a little history
I can feel an angel sliding up to me

One night in Bangkok makes a hard man humble
Not much between despair and ecstasy
One night in Bangkok and the tough guys tumble
Can’t be too careful with your company
I can feel the devil walking next to me

(murray head, one night in bangkok, 1984)


wir haben uns die dickste stadt fuer den schluss aufgehoben. sicher die richtige entscheidung, und waers nur wegen des grandiosen temperaturkontrasts: bangkok hat 35 + grad dieser tage. und auf dem rollfeld des bangkoker flughafens, vom vergleichswiese erfrischenden koh tao kommend, dachte ich noch: das kommt aus den duesen!

vergiss es. bangkok ist ein hot pot. also war unser erster (und eigentlich auch mein einziger anspruch) an diese stadt: air con. im baan sabai (danke fuer den tipp, andrea), ein paar strassen weiter neben der ruchlosen khao san road, schmeissen wir die kaltluftklapper erstmal an. und lassen uns runterkuehlen – mit dem erfolg, dass sich nach der ersten nacht sowas wie erkaeltungsmerkmale einstellen. und das noch zu den meerwassergefuellten innenohren. ts, touristen halt.

aber dann wurds doch noch ganz lustig, das niesen stoert nicht weiter. sehr beeindruckend: der koenigspalast. als waer die sonne nicht schon genug gewesen, haben die bauherren dieser prachtvollen und weitlauefigen anlage mit gold und anderen strahlenden farben nicht gespart. bis weit in den himmel gold, gold, gold. absolut blendend. meine sonnenbrille ruht friedlich auf dem grund des golfs von siam, irgendwo zwischen shark island und kho nguyan. also kopf in den nacken gelegt und augen zusammen gekniffen, das hat auch den vorteil, dass der schweiss hinten runter laueft und sich den weg unter die lange plastikhose bahnt, die ich wegen unziemlicher grundausstattung am eingang leihen konnte. das macht hier jeder zweite touri so.

gestern shoppingmania im siam center, mit 20 jahren eine der aeltesten malls hier, aber so frisch wie am ersten tag. rolltreppauf, treppab ein westlicher markenladen neben dem anderen, also ziemlich langweilig, dazwischen aber immer wieder kleine lokale labels. und oben ein ganzes stockwerk themen-restaurants. wir machen all you can eat sushi, selbst die cola wird dauernd nachgefuellt. klasse!

das eigentliche shoppingerlebnis sind aber die maerkte. gleich am sonntag, als wir ankamen, waren wir auf dem chatuchak weekend market, den der herr ochs treffend beschrieben hat (prima tipp, kristian, cheers!). gestern haben wir in der naehe vom lumpini stadium, wo ich 4 stunden thai boxing gesehen haette, wenn ich die uebertriebenen 20 dollar fuer einen stehplatz (!) haette bezahlen wollen, dann noch einen nachtmarkt entdeckt, und der war das reinste t-shirt-paradies.

ueberhaupt: t-shirts. alles kommt, alles geht zum t-shirt. kitschige postermotive, alle biermarken suedostasiens, verunglimpfte logos, schweinkramsprueche, thailand-motive. 100% cotton, die verdaechtig schnell trocknet. cheap cheap. how much you want. ich kann keine bedruckten t-shirts mehr sehen. das ist der khao san road alptraum. nur weg hier…

zum beispiel in den bedsupper club. reinweiss und erhaben, wie druckfrisch aus der wallpaper. wir haben uns die disse fuer den schluss aufgehoben, bangkok soll ja ein tolles nachtleben haben. maja kommt mit leuchtenden augen vom auskundschaften aus dem raumschiffartigen weissen ding zurueck und jubelt “warum sind wir nicht am ersten abend schon hier gewesen?”. hm, tja. also rein, aufdrehen, an die bar, wo uns ein kerl bedient, der auch im zirkus auftreten koennte. schmeisst die flaschen und glaeser hinter dem ruecken durch die luft, balanciert sie auf dem handruecken, faengt ne cocktailkirsche mit einem holzspiesschen im mund und macht abartige gute sachen zum trinken. mein erster heisst nuclear ice tea, beim zweiten konnt ich schon nicht mehr lesen. hinter uns peitscht hip hop, die menge tobt. viele thai maedchen zu zweit, manche haben schon einen farang (wessie) fuer die nacht gefunden. one night in bangkok makes a hard man humble. und dann, punkt halb 2, geht das weisslicht an und die party is over! nee, oder? doch. wie die college parties, die ich mitte der 90er in den usa erlebt habe. fehlte nur die campus security. war aber eh schluss bei mir mental, 2 drinks mit purem alkohol haben fuer eine gewisse bettschwere gesorgt… und heute fuer n eierkopp! mach das mal bei 37 grad. autsch…

so, punkt. in 6,5 stunden geht der flieger. ich verabschiede mich erstmal hier aus der uebertragungskabine, auch im namen von maja, die gerade ihre letzten bahtzen fuer diverse mitbringsel unters volk gebracht hat, mit einem bunten reigen bangkok-bilder und gebe ab an die angeschlossenen funkhaueser…

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4 Responses to “3 nights in bangkok”

  1. klaudi Says:

    BRAVO!!!!!!!!! wasfür ein finale!! ich verneige mich in dehmut vor dieser bewegenden literarischen schlusskonferenz, dieser nichtgedichtlichenaberdennoch-ode an bankok….wunderbar!!!

    ….und draussen tanzen im hellen schein der frühlingssonne feine schneeflocken durch die kühlen lüfte….willkommen zurück im winterlichfrühlingshaften deutschland….schön, dass ihr wieder da seid….. :o)

  2. elaberlin Says:

    Hallo Ihr zwei,

    ganz zum schluss noch ein hallo von mir! ihr habt ja so viele tolle sachen erlebt, wahnsinn! freue mich schon auf eure reiseberichte back home. hier kommt langsam auch der frühling, ihr könnt euch also zurück trauen.
    ich war ja zwischendurch auch schon im sommer (kalifornien) , während ihr weg wart ;-)
    alles liebe, bis bald, ela

  3. Malte Says:

    Hi Ihr,
    Mensch Nikolaus, ab ins MBK (Ggü. Siam Center). Da gibt’s im 4. oder 5. Stock Schlagzeug-Karakokemaschinen… Ich hatte keine Chance gegen die Locals! Übrigens: Schöne Bilder aus Bangkok. Maja, warst Du das?

  4. Majaaaaaa Says:

    Oh jaaaaa – geniale Reise in der Tat.

    Und auch die Berichterstattung war cool, s.o., durch die der Kontakt zu den “Zurückgebliebenen” so lustig wurde! :-)

    Aber das Segeln neulich war auch schon sehr nah dran an diesem Freiheitsgefühl…

    Have fun in Ibiza! M.

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